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Nevernight #1 – Die Prüfung

Mia Covere hat mitansehen müssen, wie Schlächter ihren Vater am Schafott richteten und ihre Mutter einkerkern ließen. Sie selbst entkam nur knapp dem Tod und hat sich in jahrelanger und harter Arbeit zu einem eikalten Schatten ausbilden lassen. Gefürchtet als Attentäterin, verschlungen vom Schatten, dient sie der „Roten Kirche“. Als Dunkelinn schwört sie Rache an den reichen Männern, die sie einst ihrer Familie und ihrer Kindheit beraubt haben.

Um ihre Ausbildung unter Mercurio, dem alten Antiquitätenhändler und Mitglied des Assassinordens der „Roten Kirche“ zu beenden, macht sie sich auf zur geheimen Eklave der „Roten Kirche“ um dort mit Erfüllung ihrer letzten Prüfung die Vollendung zu erlangen und ihren Rachedurst zu stillen…

 

 

 

 

Meine Meinung

Es brauchte sehr lange bis ich in die Handlung tief eindringen konnte. Der schwungvolle und sehr außergewöhnliche Schreibstil, störte zu Beginn extrem meinen Lesefluss und auch das eintauchen in die Handlung sowie das zurecht finden in dieser. 

Was es so schwer machte war nicht der Schreibstil und die Handlung selbst, sondern die Randbemerkungen oder eher Fußnoten während der Handlung. Oft übersah ich die Zeichen und musste dann nochmals von Vorne beginnen, da sie sonst keinen ersichtlichen Zusammenhang zu gelesenen ergaben. Doch mit der Zeit war ich drin und kam sehr gut an der Seite von Mia und ihrer Geschichte an.
Die Erzählung wird aus scheinbar zwei Sichten berichtet, dennoch scheint es sich um den gleichen Erzähler zu handeln. Man bekommt als Leser erst einmal die rohe und ungeformte Mia näher gebracht, die den Tod ihres Vaters und die Einkerkerung ihrer Mutter miterlebt und als hilfloses Bündel von den Luminatii verschleppt wird um weit ab von Rettung den Tod zu finden. Erst durch ihre Flucht nimmt die Handlung eine Wendung ein und schildert ihren Weg zum Titel der Dunkelinn und der Ausbildung zu diesem Titel.
Eine andere Perspektive wird von Mia wie sie jetzt und heute ist geschildert. Taff, schlagfertig und auf Rache geeicht tritt sie ihren Weg an. Sie weiß sich zur Wehr zu setzten und unnötigen Ballast von sich fern zu halten. Sie ist wahrlich eine Heldin des Schreckens!
Herr Freundlich ist mir als positive Eigenschaft von Mia in Gedanken geblieben. Er bringt sie auf den rechten Pfad zurück, holt sie herunter, wenn sie zu explodieren droht oder gibt ihr Tipps und Hilfestellung, wenn Gefahren drohen. Ein Unscheinbarer und dennoch sehr wichtiger Charakter in Mias Leben.
Es ist wahrlich High-Fantasy vom Feinsten, wenn man sich erst einmal in die Handlung, den Schreibstil und den dazu gewählten Erzählstil hinein gefuchst hat.
Auch die Sexszenen sind sehr detailliert ausgearbeitet und nehmen mit den Gewaltszenen und Schimpftiraden einen wichtigen Bestandteil in der Geschichte ein. Wenn es zu Gewalttaten kommt, was sehr oft der Fall ist,  dann nehmen sie gerne mal ein Kinoflair an, so dass man sich es sehr gut in Gedanken ausmalen und erleben kann. Also ist dieses Buch wirklich nichts für zart besaitete, die auf Feen, Elfen, Kobolde und Co hoffen mögen.
Das Ende ist sehr überraschend und wenn ich mit allem gerechnet habe, dann ja nicht mit solch einem Ende. Es sind viele Fragen die noch nach Antworten gieren und ich bin daher sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und ob ich die passenden Antworten geliefert bekommen.

 

Fazit

Trotz holprigen Start und einem verwirrenden Verlauf bis fast zur Mitte hin, konnte mich am Ende dieses High-Fantasy-Abenteuer überzeugen und stimmte mich neugierig auf die Bände, die noch folgen werden. 

Es lohnt sich hart zu bleiben und über kleinere oder vielleicht doch eher größere Schwierigkeiten hinwegzusehen, denn am Ende steckt dieses Buch voller Überraschungen und entpuppt sich doch als Lesegenuss statt Lesefrust!

 

Eckdaten zum Buch

Autor/in: Jay Kristoff

Übersetzt von: Kirsten Borchardt

Verlag: Fischer Tor

Erschienen am: 24. August 2017

Seiten : 704

   Preis: 22,99 € ( HC )


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