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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern ( Dark Gifts #1 )

Es gehört zu der Pflicht jedes Bürgers, der nicht dem magischen hohen Adel angehört, sich für zehn Jahre seines Lebens als Sklave zu verpflichten und bei den Adligen zu arbeiten.

Genau dieses Schicksal tritt nun Luke mit seinen Eltern und beiden Schwestern Abi und Daisy an. Ihre Sklavenzeit sollen sie gemeinsam am Hofe der Adelsfamilie Jardine abarbeiten. Doch bei dem Auswahlverfahren geht etwas schief und die Familie wird getrennt, denn für den jungen Luke ist auf dem Anwesen der Jardines keine Arbeit aufzubringen und so findet er sich auf direktem Weg ins Höllennest der Sklavenhochburg Millmoor wieder. Für Luke steht fest, dass ab nun an die zehn härtesten Jahre seines jungen Lebens anbrechen werden, denn die schmutzige Fabrikstadt ist für ihre harten und unerbittlichen Arbeiten bekannt.

Was Luke nicht ahnt ist, dass seine Familie währenddessen auf dem Anwesen der Jardine Familie mit Machtspielen, eiskalten Intrigen, einem gut gehütetem Familiengeheimnis und ungeheuerlich magischen Fähigkeiten konfrontiert sehen und sich das absitzen der Sklavenzeit auf dem prunkvollen Hofe als grausamer Kampf ums überleben herausstellt.

Für alle beginnen die härtesten zehn Jahre ihres Lebens und sie sehen sich mit Fragen konfrontiert aus derem jetzigen Standpunkt heraus, sie nichts unternehmen können…

 

 

 

 

 

 

Meine Meinung

Der Klapptext von „Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern“  weckte aus besonderem Grunde meine Neugier, denn ich konnte mir absolut keinen Reim darauf machen, wie krank eine Welt sein kann, in der man gut gesittete und im Leben stehende Bürger dazu zwingen kann, sich für zehn Jahre ihres Lebens als Sklave zu verpflichten und dem höheren Volk zu dienen. Ich muss gestehen, dass meine Fantasy absolut mit mir durchging und demnach einige Erwartungen an dieses Buch und Autorin Vic James entstanden sind.

Ob diese erfüllt wurden? Mal sehen….

Vorweg muss ich gestehen, dass ich einige Probleme hatte richtig in die Geschichte hineinzukommen. Vielleicht, weil mir erst einmal die Vorstellungskraft fehlte in solch einer Welt zu leben oder auch, weil für mich erst einmal die Beweggründe für solch eine Regelung fehlten. Klar die Politik macht so ihr eigenes Ding und braucht dazu uns kleinen Bürger nicht ,aber dennoch haderte ich damit mich in die Geschichte so richtig fallen zu lassen. 

Aber spätestens ab dem Zeitpunkt als Luke etwas hinter die Kulissen der Fabrikstadt Millmoor geschaut und Abi kleinere Anekdoten vom Hof der Jardines berichtet hat, wurde für mich so einiges klar und die Geschichte entwickelte sich zusehends nach meinem Geschmack. 

Und so geschah es, was ich mir von Dystopien sehnlichst erhoffe – Sie schockieren, fesseln und regen mich zum nachdenken an. Genau dieser Effekt trat so etwa nach den ersten 100 Seiten ein und gestaltete somit den weiteren Verlauf als sehr spannend und für mich persönlich sehr fesselnd.

Klar ist definitv, dass niemand, auch Vic James, das Rad nicht neu erfunden hat, sondern ihren eigenen Charme und ihre eigene Vorstellung, diesem einen neuen Glanz verliehen hat.

Persönlich fand ich es gut gewählt, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde, dennoch fand ich den Zeitpunkt eher schlecht. Klingt komisch ich weiß, aber ich hätte da dem niedrigeren Volk mehr Stimme verliehen und die Meinungen, Machenschaften und Intrigen der Adligen im ersten Band eher etwas weniger Platz verschafft und vielleicht erst im zweiten Band damit aufgefahren die Angelegenheiten dieser Partie zu vertiefen um ihnen so einen intensiveren Flair zu vermitteln, wenn sich der Leser mit den bisherigen Begebenheiten etwas mehr angefreundet hat. Für mich waren die politisch hochtrabenden Aspekte des adligen Volks eher nebensächlich und leider auch etwas langatmig. Ihnen fehlte für mich persönlich zu diesem Zeitpunkt einfach der Schwung und teilweise auch Zusammenhang zu den bisherigen Ereignissen. Wie schon gesagt, es klingt komisch, aber bei mir kam es nicht so gut an.

Dennoch muss ich trotz meiner Kritik sagen, dass die Perspektiven von Abi und Luke die Ereignisse und mein Interesse geweckt und zu meiner Begeisterung ausgefüllt haben. Sie waren stets präsent, haben viele wichtige Punkte herausgefunden und sich ordentlich ins Zeug geschmissen, auch wenn es manchmal gegen alle Regeln verstößt, die ihnen als Sklave auferlegt wurden. 

Die Atmosphäre hat mich absolut geflasht und meine eigene Vorstellungskraft bezüglich des Lebens als Sklave am Hofe oder wie bei Luke der Fall in der Fabrikstadt übertroffen. Ich mochte diesen gefährlichen, spannenden und  geheimnisvollen Charme, den die Handlung ausstrahlt und bin am Ende durch den Cliffhanger echt gespannt, was sich die Autorin für den zweiten Band noch so einfallen lassen wird um ihre Leser in der Geschichte einzufangen und zu begeistern.

 

 

Fazit

Um ehrlich zu sein fehlen mir eigentlich die Worte um ein abschließendes Fazit dem Buch entsprechend zu verfassen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten schaffte es die Autorin mich durch die Entwicklung ihrer Geschichte und den sehr präsenten Charaktere, komplett mitzureißen. Sie verschaffte mir viele Gänsehautmomente, schaffte es mich oftmals sprachlos und verzweifelt auf die Seiten blicken zu lassen, erzeugte in mir Wut, Mut und Lebensfreude, aber auch Hoffnung und Kampfbereitschaft. Die Atmosphäre hat mich total geflasht und nach diesem sehr dramatischen Ende kann ich es kaum erwarten mich gemeinsam mit Abi und Luke im zweiten Band durch ihre Geschichte zu schlagen.

Absolut lesenswert, da dieser Reihenauftakt mit seinem iIdeen- und Facettenreichtum absolut überzeugen konnte!

Eckdaten zum Buch

Autor/in: Vic James

Übersetzt von : Franca Fritz

Verlag: Fischer FJB

Erschienen:  22.August 2018

   Seiten: 448

Preis: 18,99 € ( HC )


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Von mir gibt es:

3/4 Butterflies

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